Ein Ordner erscheint im Online-Konto, aber einige Dateien werden noch übertragen. Andere wurden vielleicht wegen eines Fehlers ausgelassen. Eine verlässliche Prüfung betrachtet deshalb drei Dinge: den Abschlussstatus, den Sicherungsumfang und die tatsächliche Wiederherstellung. Diese Fragen sind besonders wichtig nach der ersten großen Sicherung oder nach einem Gerätewechsel, wenn sehr viele neue Daten verarbeitet werden müssen.
Statusmeldungen vollständig lesen
Öffnen Sie die Übersicht der Sicherungsanwendung und prüfen Sie laufende, wartende sowie fehlgeschlagene Übertragungen. Eine allgemeine Meldung wie aktuell kann sich auf einen Teilbereich beziehen. Kontrollieren Sie das Datum des letzten erfolgreichen Auftrags und sehen Sie nach, welche Ordner tatsächlich einbezogen wurden.
Bei knappem Online-Speicher kann die Sicherung unvollständig bleiben. Prüfen Sie daher das Kontingent und das richtige Benutzerkonto. Achten Sie auch auf Dateitypen oder Speicherorte, die die Lösung nicht unterstützt. Ein bewusst ausgeschlossener Ordner sollte dokumentiert sein, damit seine fehlenden Inhalte später nicht überraschend entdeckt werden.
Einen großen Erstupload in Etappen prüfen
Bei einem ersten Fotoarchiv mit vielen Jahren an Bildern kann die Übertragung lange dauern. Prüfen Sie währenddessen abgeschlossene Teilbereiche, statt bis zum Ende ausschließlich auf die Gesamtschätzung zu schauen. Ein früher Fehler mit einem bestimmten Ordner oder Dateityp lässt sich so erkennen, bevor weitere gleichartige Daten hinzukommen.
Führen Sie bei Bedarf eine einfache Übersicht der noch offenen Bereiche. Verändern Sie nicht gleichzeitig die gesamte Ordnerstruktur, während eine große erste Sicherung läuft; das kann die Zuordnung von Fehlern erschweren. Nach dem Abschluss vergleichen Sie einige alte und neue Dateien aus unterschiedlichen Bereichen. Der Test sollte nicht nur den zuletzt sichtbaren Ordner abdecken.
Einige vollständige Dateien herunterladen
Laden Sie eine aktuelle Datei, eine größere Datei und einen älteren wichtigen Bestand probeweise an einen getrennten Ort herunter. Öffnen Sie die Ergebnisse in geeigneten Anwendungen. Eine Webvorschau oder ein Vorschaubild prüft nicht dieselben Eigenschaften wie die vollständige Originaldatei. Vergleichen Sie bei unverändert erwarteten Dateien bei Bedarf Inhalts-Hashes.
Prüfen Sie auch, ob die gewünschte ältere Version erreichbar ist. Die jüngste Fassung kann vollständig hochgeladen sein, während der benötigte historische Stand gar nicht aufbewahrt wird. Halten Sie die tatsächlichen Aufbewahrungsbedingungen und die Möglichkeiten des verwendeten Kontos fest, statt unbegrenzte Wiederherstellung anzunehmen.
Zeit und Zugang für den Ernstfall verstehen
Beobachten Sie bei einem größeren Test, wie lange der Download unter Ihren normalen Bedingungen dauert. Das ist keine garantierte Geschwindigkeit für jeden Notfall, liefert aber eine realistischere Einschätzung als die reine Dateiliste. Priorisieren Sie wichtige kleine Dokumente, wenn ein vollständiger Bestand erst später wieder verfügbar sein könnte.
Prüfen Sie, ob der Kontozugang auch ohne den bisherigen Computer und gegebenenfalls ohne dessen Telefon funktioniert. Bewahren Sie notwendige Wiederherstellungsinformationen passend geschützt auf. Eine Online-Sicherung ist nur dann eine brauchbare Rückfallebene, wenn Sie die Daten im entscheidenden Moment erreichen und aus dem Dienst wieder herausbekommen.
